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Hallo Welt, hallo 2010!

  • Jan. 13th, 2010 at 9:44 AM

Ich lebe.
Fast einen Monat hat es gedauert, aber ich habe endlich mal wieder Zeit und Muße, einen Blogeintrag zu schreiben. Halleluja und Applaus bitte!

Weihnachten und Silvester sind einfach so an mir vorbeigerauscht und, na ja, so wirklich hat sich nichts verändert außer der Jahreszahl und dem Gefühl, jetzt zu wissen, wie es ist, mal richtig Heimweh zu haben.

Aber keine Sorge, mir geht es weitestgehend gut und ich habe Spaß. Zumindest meistens.
Wenn ich es jetzt noch schaffe, mein Zeitmanagement etwas zu verbessern und mir selbst irgendwie das Gefühl zu verschaffen, dass mich die Zeit hier in irgendeiner Weise im Leben weiterbringt, dann kann ich glaube ich ein glücklicher Mensch werden.

Lasset uns sodenn fortschreiten zu einem möglicherweise ziemlich zum Monstereintrag ausartenden Bericht über die letzten paar Wochen meines Lebens in Japan. Denn darauf haben wir ja alle gewartet. Scherz.
Lesen auf eigene Gefahr!

Los geht's!


Weihnachten

Wie ich schon schrob, war die Vorweihnachtszeit so ohne Vorweihnachten nicht wirklich der Renner, man kommt nicht in Stimmung, wo die Stimmung doch das Schönste ist an Vor- und -weihnachten.
Auch das romantische Weihnachten zu Zweit, das ich mir ausgemalt hatte, fiel aus den verschiedensten Gründen, sagen wir mal, ins Wasser.

In der Vorweihnachts- bzw. Vor-Silvester-Zeit werden in Japan alle möglichen "Bounenkai" veranstaltet, "Jahres-End-Feiern" sozusagen. Auch ich traf verschiedenste Freundeskreise zum abendlichen gemütlichen Beisammensein, betrank mich nach erfolgreicher stundenlanger Probe mit meinem Taiko-Club und ließ viel Geld in Restaurants und Trinkhallen, den sogenannten "Izakaya".


In einem Unterricht haben wir Austauschstudenten, da wir alle aus verschiedenen Ländern kommen, über Weihnachten/Silvester in unserem Land kurz referiert. Auch ich durfte was über Deutschland erzählen, das war sehr schön. Eine Kommilitonin hat Fotos gemacht und sie mir geschickt:






Am 18. Dezember habe ich einen wundervollen Tag mit Azusa, einer guten Freundin, in Kawagoe verbracht. Kawagoe ist sowas wie "Klein-Edo" (Edo ist der alte Name von Tokyo), weil es da noch ganz viele alte Häuser gibt. Es werden viele kleine Läden betrieben und traditionelle Handarbeiten, Süßigkeiten, etc. verkauft...ich find Kawagoe ganz toll, es waren nicht so viele Leute da an dem Tag, die Atmosphäre ist toll, und die Menschen in den Läden sind total nett. Wir durften ganz viel Essen probieren und haben sogar Tee bekommen (in nem normalen Laden...!) und uns viel unterhalten. Gewisse Menschen in Deutschland dürften schon einige Kostproben der leckeren Sachen da in den Händen halten, die befanden sich nämlich zu einem Großteil in meinen Weihnachtspaketen. :)

Kawagoe:








In Kawagoe haben sie die Straßenschilder, Ampeln etc. sogar farblich angepasst, um das Stadtbild mit den dunklen, alten Häusern nicht zu verschandeln. Faszination! *__*





Wir sind vormittags in einem kleinen, total niedlichen, liebevoll aufgemachten Bagel-Laden Bagels essen gegangen und dann noch ein bisschen rumgelaufen, bis wir abends in die Stadt zurückgekehrt sind, um uns in Ikebukuro Beethovens Neunte live in concert zu Gemüte zu führen. Was für ein Tag! Ich hatte sooo viel Spaß!

Bagels:











Das Konzert war einfach Wahnsinn, selbst wenn Japaner die deutschen Texte singen, bekommt man Gänsehaut und das Orchester war super. Die Solisten waren leider nicht wirklich in Balance und haben mich ein bisschen enttäuscht, aber es war ein schönes stimmungsvolles (!) Erlebnis. Nach so etwas hab ich in der Zeit wirklich regelrecht gelechzt und es hat Herz und Seele gutgetan. Ich möchte die Neunte auch unbedingt nochmal in Deutschland im Konzertsaal hören!

Nach dem Konzert sind wir nach langer Suche noch in ein italienisches Restaurant gegangen und haben uns ein Dessert und ein, zwei Getränke gegönnt.





Trotz Bahnverspätung sind wir auch beide noch heil nach Hause gekommen. Der Tag war einfach gelungen. :)


Am 22. war ich auf der Weihnachtsfeier der Germanistik einer anderen Uni, der Reitaku. Dort kenne ich einige japanische Studenten und ein Freund aus der Trierer Japo (Olli) macht dort gerade sein Austauschjahr.
Zwischen viel Geschenkestress, Kartenschreiben und Päckchen packen bin ich abends also nach Chiba gefahren, was ein bisschen weit ist.

Dort gabs in der Uni-Mensa eine kleine Weihnachtsfeier. Danach sind wir noch zu einem der Jungs nach Hause und haben dort ein bisschen weitergetrunken. Habe viele neue Leute kennengelernt und hatte viel Spaß. :)








Nach der Feier bin ich gleich weiter zum nächsten Event. Einer von Hirokis alten Schulfreunden hatte eine Weihnachtsparty organisiert und dazu auf der Ginza (teures Einkaufsviertel in Tokyo) einen kleinen Club gemietet (!). Habe mich dort mit Hiroki getroffen und wir haben die Nacht in dem Club mit vielen fremden Leuten verbracht (ab 12 Uhr abends fahren keine Bahnen mehr in Tokyo...und ich kam erst gegen 12 Uhr an).
Habe leider außer schlechten Handyfotos keine guten Bilder davon...



Morgens um 6 sind wir todmüde in die Bahn gefallen und haben ca. 3 Stunden nach Hause gebraucht, weil wir ständig eingeschlafen sind und unsere Haltestelle verpasst haben. Ugh.


Am 23., übrigens der Geburtstag des Kaisers und damit Feiertag, haben wir dann natürlich bis nachmittags geschlafen. Ich musste mich dann noch aufmachen und ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen. Abends haben wir lecker Ramen in einem kleinen Laden gegessen.
Wieder zu Hause haben wir schon mal ein bisschen Weihnachtskuchen verspeist, den ich vom Einkaufen mitgebracht hatte. Haben dazu etwas Weihnachtsmusik gehört und ich versuchte verzweifelt, in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Kuchen:




Mit dem 22./23. fing eigentlich schon das Weihnachtsdesaster an. Da unser Schlafrhythmus völlig zerstört war, schafften wir es natürlich nicht, am 23. abends früh schlafen zu gehen.
Am 24. hatten wir ursprünglich vor, ins "Disney Sea" (Meer-Version von Disneyland) zu gehen und uns kitschige Lichterparaden etc. anzusehen. Da es aber weder mein leicht unfähiger Freund noch die sture ich geschafft hatten, frühzeitig aufzustehen, hätten wir uns gegen 6 oder 7 Uhr morgens dort anstellen müssen, um noch welche zu ergattern.
Leider klappte das mit dem um halb 5 Aufstehen von meiner Seite aus gar nicht und ich hatte auch schon komplett keine Lust, mich an Weihnachten abzustressen und mittags völlig fertig in Disney Sea rumzuhängen, das ging mit meinem Bild vom Heiligabend einfach nicht zusammen.


So verbrachten wir also einen ruhigen 24. mit leckerem Essen und nochmal Weihnachtskuchen. Abends entschlossen wir uns dann, wenigstens nochmal rauszugehen und uns irgendeine tolle Weihnachtsbeleuchtung oder sonstwas weihnachtliches anzusehen. Am Bahnhof machte uns dann aber leider die Bahn einen Strich durch die Rechnung: Bahnen richtung Tokyo über 1 Stunde verspätet...toll. Auch wenn wir auf diese Bahn gewartet hätten, hätte es wohl keine Bahn mehr nach Hause gegeben...also Plan B. Der nicht vorhanden war.

Letztendlich waren wir dann im Kino und noch Nabe (sowas wie Eintopf) essen und ein Bier trinken. Dann sind wir mit der letzten Bahn zu  mir gefahren und haben recht unromantisch Geschenke ausgetauscht. Ja. Das war Heiligabend. Ich war traurig/angepisst. Obwohls ja irgendwie auch meine Schuld war. Hm.
Entschädigt wurde ich aber durch liebe Briefe und Pakete aus der Heimat mit Aufmerksamkeiten von Mama, Papa und Johannes und lecker Keksen von Gote Margot. Ihr seid doch die Besten!

Nabe:








Am 25. habe ich verzweifelt versucht, Weihnachtspakete etc. fertigzustellen, was natürlich nicht klappte.
Wir trafen uns dann mit Eva, Raiko und Stella hier im Wohnheim zum deutschen Weihnachtsessen (JAAA!). Die drei hatten superleckeren Braten und Kartoffelsalat zubereitet und wir ließen es uns schmecken. An Plätzchen und Kuchen fehlte es auch nicht und wir aßen und aßen und redeten und schauten ein bisschen fern und tranken. So muss Weihnachten sein! :)














Am 26. hätte ich dann doch noch mit meinem Freund gern was weihnachtliches zu zweit gemacht, aber da er natürlich mal wieder keinen Plan hatte und ich sowieso schon angepisst war und dann die Hoffnung aufgab, gingen wir abends zu einer kleinen Weihnachtsfeier, die unser Freund Takashi organisiert hatte.
Sie fand in einem Weinladen auf der Ginza statt, in dem Takashi (und seit Neustem auch Hiroki, dank Vitamin B!) arbeitet. Es gab leckeres Essen und deutschen Sekt und Wein und Wiedersehen mit alten Freunden und es war wunderschön.




Am 27. quälte ich mich dann mit dickem Kopf vom Wein (ja, nach ein paar Monaten in Japan ist man den nicht mehr gewöhnt! ;))  morgens zur Taiko-Probe, die einen ganzen spaßigen, aber anstrengenden Tag andauerte. Abends wurde ich dann aber mit einem Weihnachtsbesäufnis der Mitglieder in einem kleinen Izakaya mit leckerem Essen und Geschenkewichteln belohnt. :)


Am Montag, dem 28. wartete schon das nächste Event: Wir Deutschen machten uns auf nach Shibuya, um in einem Club die Nacht durchzumachen und in Evas Geburtstag hineinzufeiern.
Bis auf dass mir die Musik im Club nicht wirklich zusagte und wir einige Mühe hatten, die sterbende Eva am nächsten Morgen nach Hause zu bringen, war auch dieses Event ein voller Erfolg. :)

Shibuya bei Nacht:








Den 29. verschlief ich verständicherweise ziemlich, nachmittags aßen wir noch zusammen den leckeren Geburtstagskuchen, den Stella für Eva gebacken hatte uns labten uns an leckeren Instantnudeln (die echt gut kommen, wenn man Hunger hat!).




Am 30. gings dann wieder in die Stadt, da ich von Rie eingeladen war, dem traditionellen Mochi-Zubereiten beizuwohnen. Mochi sind Reiskuchen, die in Japan traditionell vor Neujahr zubereitet und an Neujahr gegessen werden. Heutzutage macht die aber fast keiner mehr selbst, sondern kauft sie einfach im Supermarkt. Glücklicherweise gibt es in der Firma, in der Ries Papa arbeitet, immer noch die Tradition, am 30.12. mit allen Mitarbeitern und ihren Familien zusammen Mochi zu machen. Und ich durfte dabei sein! :)
Es war sehr lustig und alle waren supernett und ich glaube, ich habe da eine tolle Erfahrung gemacht, die auch viele Japaner noch nicht gemacht haben!
Und wenn man stundenlang Mochi gemacht hat, sind die am Ende doppelt so lecker!














Ja, Silvester rückte also näher und am 31. mittags machten Hiroki und ich uns auf den Weg nach Ibaraki, wo Hirokis Eltern in einem Haus auf dem Land wohnen.
Wir verbrachten dort ganz ruhige und japanische Silvester- und Neujahrstage mit viel Essen, Fernsehen und mit der Familie...sagen wir...gammeln. :)
An Silvester aßen wir die traditionellen Toshi-Koshi-Soba (lange Soba-Nudeln für ein langes Leben) und guckten ein bisschen Countdown im Fernsehen. Ich fands etwas schade, dass wir abends nicht an irgendeinem Schrein waren, um den Jahreswechsel live mitzuerleben, aber das wäre wohl eher in der Stadt eine Option gewesen.
An Neujahr dann gab es Sechi, traditionelles Neujahrs-Essen, das übrigens nicht wirklich so das Leckerste ist und wir fuhren mit der Familie zum ersten Schreinbesuch im Neuen Jahr (Hatsumode) und beteten fürs Neue Jahr und zogen Glückslose, um herauszufinden, ob es für uns ein glückliches Jahr werden würde. Na ja, mein Los sagte, ich hätte "normales Glück" und es wäre vor allem auch ein gutes Jahr, um sich eine Braut zu nehmen. Hm, ich denk drüber nach.

Sechi:







Hatsumode:









Frohes Neues! Dieses Jahr ist das Jahr des Tigers und da ich 1986 geboren bin, bin ich auch Tiger. :)



Hier bindet man sein "Glückslos" dran, wenn man es gelesen hat:










Der Hund von Fujiedas, "Koro":





Am 2. gingen Hiroki und ich noch zusammen zum Frisör und machten uns dann auch schon wieder auf den Weg zurück nach Saitama (da wohnt Hiroki), da abends wieder mal ein Saufgelage anstand: Hirokis Freunde versammelten sich, da alle zu Silvester mal nach Hause nach Saitama gekommen waren.

Aufgrund der Kälte in Ibaraki und ich weiß nicht genau warum sonst noch ging es mir körperlich nicht so gut...wenn ich jetzt so lese, was ich in der Weihnachtszeit gemacht habe, war ich vielleicht auch einfach etwas..eh...ausgelastet.
Obwohl ich nur Bier trank, war ich nachts um 1 irgendwann ziemlich fertig und wir mussten nach Hause gehen.
Den nächsten Tag verbrachte ich größtenteils in Hirokis Bett und kurierte meinen Kater aus. Ups.

Ab dem 4. fing dann für mich auch schon wieder die Uni an und nach einer mit Restkater und nicht gemachten Hausaufgaben verschwendeten Nacht vom 3. auf den 4. quälte ich mich am 4. morgens mit Stella zur ersten Stunde in die Uni.
Der 4.,5.und 6. waren voll von Bibliotheksbesuchen, Referatstreffen und -vorbereitungen und Hausaufgaben. Würg.


Am Donnerstag, den 7. fuhr ich dann zu Rie nach Hause. Ihre Mutter kochte Oden und ich aß dieses Eintopfgericht mit Interesse zum ersten Mal. Wenn man den fischigen Kram weglässt, ist das echt superlecker! Vor allem der Rettich...ich liebe Rettich! <3



Wir verbrachten einen ruhigen abend mit tiefsinnigen Gesprächen bei Rie zu Hause und nach einem ebenso entspannten Morgen und ausgiebigem Frühstück fuhren wir nach Shinjuku, um auch ein bisschen was vom Winterschlussverkauf mitzunehmen. Ich schaffte es, an diesem Tag im Schlussverkauf 4 Teile inklusive einem Markenkleid und Schuhen für umgerechnet ca. 55-60 Euro zu erwerben. Sale ist toll!




Mein neu erstandenes Kleid konnte ich am nächsten Tag, Samstag, dem 9.1., gleich einweihen, da ich ein Date mit Hiroki hatte. Wir trafen uns vormittags in Daikanyama, einem kleinen, aber stylishen und recht teuren Viertel in Tokyo, und verbrachten den Tag dort. Es war mein erstes Mal in Daikanyama, aber es war superklasse! Trotz Wochenendes kaum Leute, tolle kleine, besondere Läden und Cafes und eine fast schon ausländische Atmosphäre, die einen vergessen lässt, dass man mitten in Tokyo ist. Genau so hatte ich mir das vorgestellt! Dank Sale waren auch die Klamotten erschwinglich. Ich kaufte stattdessen eine Kuscheldecke und Accessoires für mein Zimmer. :)















Mittags gingen wir im ein Pancake-Cafe und aßen ganz lecker Pfannkuchen.



Auf dem Rückweg von Daikanyama zu mir machten wir noch einen Zwischenstop in Shibuya, das auf dem Weg lag und machten traditionell Purikura. Dann aßen wir superleckeres indisches Essen in einem indischen Restaurant bei mir in der Nähe und kehrten vollgegessen und zufrieden zu mir nach Hause zurück.

Shibuya:





lecker Indisch:






Am Sonntag konnten wir uns nicht wirklich zu irgendetwas aufraffen. Abends ging ich mal wieder zu einem Nomikai (Trink-Treffen...?), das jetzt, nach Beginn des neuen Jahres, nicht mehr unter dem Namen "Bonenkai" (Jahres-End-Treffen), sondern "Shinnenkai" (Neujahrs-Treffen) lief. Haha, schlau sind sie, die Japaner, immer ein Grund zum Saufen!
Wir trafen uns mit ehemaligen japanischen Austauschstudenten, die ein Jahr in Trier verbracht hatten, und ein paar Deutschen Trierer Japanologen abermals in Shibuya und kehrten in einem billigen Izakaya mit nicht so leckerem Essen aber Touchscreen-Menü ein.
Danach zwängten wir uns zu 11t in einen Purikura-Automaten. Das sieht dann so aus:








Ich hatte Spaß, war aber froh, dass das Ganze erstens nicht so teuer war und zweitens recht früh endete, da mir am nächsten Tag (Montag) schon wieder das nächste Event bevorstand: Shinnenkai meines Taiko-Clubs.
Das bedeutete im Klartext einen ganzen Tag lang Probe und abends Saufen.
Allerdings trugen alle zur Probe ihre klassischen Auftritts-Klamotten statt Jogginganzügen (ich hab jetzt auch schon eine Jacke! ) und es wurden alle möglichen Lieder und Rhythmen durchgeprobt. Wer irgendwo mitmachen wollte, stieg einfach mit ein oder sah nur zu, wenn ihm das lieber war. Sehr entspannt also, ich konnte viel beobachten und bei den Kategorien, die ich schon kann, mitmachen.
Es wurden an einer Seite der Probehalle Tatami-Matten ausgebreitet und darauf Süßigkeiten und Getränke verteilt. Von dort aus konnte man den Proben zusehen oder zwischendurch einfach mal Pause machen. Irgendwann stießen auch traditionell immer mehr Sempais (höher gestellte=ältere Mitglieder) zur Probe hinzu. Das waren alles Leute, die schon graduiert sind und eigentlich gar nicht mehr an der Uni sind, aber früher mal Mitglieder des Taiko-Clubs waren. Die haben dann ein bisschen mitgeprobt und uns allerlei Tipps gegeben und kleine Vorstellungen ihrer doch schon weit fortgeschrittenen Kunst gegeben.
Abends gings dann mal wieder ins Izakaya.

















Hier noch ein paar kurze Videos von der Probe:






So bin ich jetzt dann schon im Heute angekommen. Heute ist Mittwoch und ich habe frei.
Und das ist gut so.

Bis bald! :)

Guten Rutsch!

  • Dec. 31st, 2009 at 4:09 AM

Hallo alle, ich wünsch euch eine tolle Silvesterfeier und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich bin jetzt erstmal 4 Tage in Ibaraki bei Hirokis Familie und kann nicht an den PC. Verspreche aber, falls ich dann wieder einigermaßen gut drauf bin, endlich mal wieder ausführlich zu schreiben.

Auf das 2010 ein gutes Jahr und der Start hinein ein erfolgreicher wird! (...oder umgekehrt ;))

Alles Liebe.
Katha

Frohe Weihnachten!

  • Dec. 25th, 2009 at 4:29 AM

Happy Christmas...

...nur mal so als Lebenszeichen von mir.

Ich werde mich demnächst ausführlicher melden, wenn ich wieder Zeit zum atmen habe.

Und falls ich mich dann noch nicht vor den nächstbesten Zug geschmissen habe.

Weil Weihnachten in Japan SCHEISSE ist.

KOTZEN.

Euch trotzdem allen ein wundervolles Fest. Ich hoffe, ihr habt Schnee! :)

Advent, Advent, kein Lichtlein brennt...

  • Dec. 16th, 2009 at 6:26 PM

...nicht eins, nicht zwei, nicht drei, nicht vier, und auch das Christkind ist nicht hier.
Ja, es kommt so keine rechte Weihnachtsstimmung auf hier im Land des...eh...Lächelns.
Das hindert meinen Körper aber nicht daran, Winterspeck anzusetzen. Herzlichen Glückwunsch. Und das obwohl ich die Tüte Lebkuchen, die ich von Mama bekommen habe, statt sie selbst zu essen an meine Stockwerk-Mitbewohner verteilt habe. Zu denen ich übrigens anmerken muss, dass sie (also einige ausgewählte von ihnen) die herzenswärmsten Menschen sind, die ich bis jetzt in Japan kennengelernt habe. Und sie sind -Überraschung!- KEINE Japaner. Haha.



Heute Nacht hatte ich einen ganz schrecklichen Traum. Ich weiß nicht mehr, wo ich war, aber alle meine Freunde (ironischer Unterton) aus der Grund- und Gesamtschule waren auch dort. Und sie ignorierten mich. Und sie mobbten mich genauso, wie sie es früher getan haben. Ich hab immer noch Kopfkino von ihren hämisch grinsenden Gesichtern. Durchtriebenes Seelencrashing, genau wie früher. Ich bin mit einem ganz schlechten Gefühl im Bauch aufgewacht und habe versucht, das über den Tag loszuwerden. Abends bei der Taiko-Probe hat das dann einigermaßen funktioniert. Das liegt daran, dass die anderen Mitglieder einfach alle so superlieb sind und es wirklich Spaß macht. Auch wenn die Perfektionistin in mir (die, wie ihr alle wisst, ungefähr 98,3% von mir einnimmt) immer schreien und mich selbst verprügeln will, wenn ich etwas nicht hinbekomme.

Na ja. Ich denke in letzter Zeit viel nach. Schon 3 1/2 Monate sind vergangen, seit ich nach Japan gekommen bin. Und ich frage mich, was ich eigentlich bis jetzt gemacht habe.
Mittlerweile habe ich einen Alltag und fühle mich ziemlich ausgelastet, komischerweise hatte ich gerade sogar mal die Motivation, um halb 1 nachts Hausaufgaben zu machen (der allmonatliche "Ich werde mich ändern und von jetzt an mein Zeitmanagement optimieren und ein guter, zufriedener Mensch werden"-Anfall). Wirklich, momentan gibt es äußerst viel zu tun.
Ich weiß nicht, wie es von jetzt an hier in Japan werden wird. Und erst recht nicht, wie es wird, wenn ich zurückkomme. Ich sollte mir ernsthaft Gedanken machen, was ich in meiner Zeit hier noch alles machen und erreichen will. Damit nicht alles umsonst war.
Ich habe so Angst vor der Zeit, wenn ich zurückkomme nach Trier...fast alle Freunde, die mir wirklich was bedeuten, werden genau dann für ein Jahr nach Japan gehen. Und ich werde allein sein. Und ich bin so schlecht im allein sein. Ich weiß nicht, ob ich dann noch Spaß in Trier haben werde...und dann muss ich auch noch anfangen, mir Gedanken über meinen Abschluss zu machen. Ich will nicht...ich will Spaß haben. Mit meinen Freunden. Einfach studentisch vor mich hinleben. Doch die Zeiten sind vorbei...? Verdammt...




na ja, weiter zum Wochenreport, ich will ja niemandem vorenthalten, was ich so gemacht habe die letzte Woche über. Ich denke, ich werde mich aber kurz fassen, denn es ist gleich 2 Uhr nachts und ich habe morgen wieder einen vollgepackten Tag.

Am Mittwoch überfraß ich mich mit Maike in Shibuya beim Kuchenbuffet. Dort gibt es Kuchen, Desserts, Pasta, Curry, heiße und kalte Getränke All-You-Can-Eat - 90 Minuten für umgerechnet ca. 11-12 Euro. Das ist das Paradies. Und so heißt es auch: Sweets Paradise.
Danach traf ich mich noch mit Hiroki und wir verbrachten einen ruhigen Abend mit ernsten Gesprächen und Wein. Lecker!

Kuchenbuffet:



Am Donnerstag unternahm ich nichts weiter. Glaube ich.

Freitag dann nahm ich an einem Orientierungsseminar über die Benutzung der Bibliothek teil. Dai-chan, mein toller Tutor, hatte mir das vorgeschlagen und ist auch mitgegangen. Alles in allem war es recht informativ. Die Bib funktioniert, kurz gesagt, ziemlich genauso wie in Deutschland/Trier. Nur auf Japanisch, was alles ETWAS erschwert. Haha.
Na ja, danach bin ich schnell zu Hiroki nach Saitama gedüst und hab mich etwas verwöhnen lassen.
Wir haben ein eher ruhiges, schönes Wochenende zusammen verbracht mit deutschem Wein, leckerem Essen, dem "Spiel des Lebens" auf Japanisch und ganz ganz viel Liebe. :)

In diesem Laden wird Hiroki ab dem neuen Jahr jobben:


Und das Spiel des Lebens auf Japanisch in neuer Version *__*



Aus irgendeinem Grund wachten wir am Samstagmorgen um 4 Uhr auf und ich beschloss, etwas zu machen, was ich schon lange vorhatte: Durch die umliegenden Conbinis (24-Stunden-Läden) ziehen und Onigiri (Reisbällchen) aller Art kaufen und durchprobieren. Da auf Onigiri meist die lustigsten Kanji und Beschreibungen stehen, die keiner lesen kann (vor allem nicht, wenn man sich im Uni-eigenen Supermarkt im riesigen Gedrängel innerhalb von 0,0003 Sekunden für eine Sorte entscheiden muss um nicht getötet zu werden), habe ich die dumme Angewohnheit, immer dieselbe Sorte zu kaufen, von der ich weiß, dass sie mir schmeckt. Nun, das musste geändert werden. Und es ist geändert worden. Ich bin jetzt der Onigiri-Meister mit dem totalen Onigiri-Durchblick. :) Bin ich froh, dass ich einen Freund habe, der mich ernsthaft am Samstagmorgen in der Kälte auf seinen Gepäckträger packt und mir im Conbini Onigiri-Sorten erklärt. Hiroki, du bist toll.

Am Sonntag bin ich dann früh gen Heimat gefahren, da mir die Monster-Taiko-Probe bevorstand. Wir probten von 13.00-19.30 Uhr. Das Resultat: Ein brrritzeblaues Knie, offene Blasen an den Händen und übelster Muskelkater in Armen und Beinen. Und das nostalgische Gefühl, sich mal wieder sportlich betätigt zu haben. Nach dem Training kochten wir noch mit den übriggebliebenen Leuten im Clubhaus der Uni Nabe (eine Art Eintopf) und tranken ein bisschen. Das Clubhaus ist der Hammer. So ein vollgemülltes, dreckiges und gleichzeitig wunderschönes, einzigartiges, voller Geheimnisse steckendes GEbäude hab ich noch nie gesehen. Normale Menschen würde dort aber weder Essen zubereiten noch zu sich nehmen wollen. Japaner sind schon lustig.
Ich habe mal ein Foto gemacht von der...eh..."Küche" im Clubhaus. Über der Spüle (ljsdfljdljk!!!) hängt ein Schild: Bitte in die Toilette kotzen. Der Spülabfluss verstopft sonst so leicht.
Jaaa, danke für die Information. ERROR ERROR.
Na ja, ich fiel jedenfalls nachts erschöpft, glücklich und zufrieden ins Bett.

Heimliche Fotos bei der Probe (das sieht langweiliger aus, als es ist...):



Und das ist ein Trommelrhythmus, den man sich merken muss. Na, ihr versteht nur Bahnhof? Im Klartext steht da eigentlich nur auf Japanisch "DON DON DOOOOOOOON DODON DOKODON.....etc." Witzig, oder?




Die "Küche" im Clubhaus:


Am Montag kam ein amerikanischer Rakugo-Künstler namens "Katsura Sunshine" zu uns in den Projektunterricht.
Zur Information: Rakugo ist sowas wie japanische traditionelle Standup-Comedy. Mehr nachzulesen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Rakugo
Ausländische Rakugo-Künstler sind in Japan äußerst selten, da es sich um eine althergebrachte Kunstform handelt. Wir durften dem Herren (der eigentlich Greg heißt) Fragen stellen und seiner Unterhaltung lauschen. Ich hab wirklich Glück gehabt mit dem Unterricht, den ich hier so besuche. Was einem da alles geboten wird! :)
Nachmittags gab Greg dann noch eine komplette Rakugo-Vorstellung mit anschließender Fragerunde für alle Interessierten. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, und es war wirklich unterhaltsam. Was es alles für Berufe gibt!

Der Greg:


Gestern dann hatten wir das Glück, von einigen Japanern, die Deutsch studieren, zu einer kleinen deutschen Weihnachtsfeier in der Uni eingeladen zu werden. Diese wurde von einer österreichischen Deutschlehrerin veranstaltet.
Als ich in den Raum trat, dachte ich, ich bin im Schlaraffenland. Kuchen, Apfel- und Krautstrudel, Kekse, Salzstangen, Brot, WURST, KÄSE!!! GEWÜRZGURKEN!!! Und: Die Lehrerin hatte Glühwein gemacht! Ich war im Himmel.
Während wir uns dann alle mit anderen Deutschen/Deutsch studierenden Japanern unterhielten, schlugen wir uns kräftig den Bauch voll. Gott, ich vermisse deutsches Essen so sehr. Es war so unglaublich gut. So unglaublich gut. Aww...
Ich habe jetzt auch eine Tandempartnerin, die Deutsch lernt, allerdings scheint sie sehr schüchtern zu sein, und ich weiß nicht genau, ob ich damit so gut umgehen kann...sie wird Angst vor mir haben und mich für einen Pöbel-Asi halten. Aber na ja, probieren geht über studieren.

ESSEN:



Das dachte ich mir auch bei der heutigen Taiko-Probe. Wenn man übt, wird man besser. Ein gutes Gefühl. Taiko macht Spaß!!

Ach ja, hier noch zwei Bilder, die ich bei der Probe von Raikos Kyuudou-Club geschossen habe...wir waren gestern abend kurz da und durften ein bisschen zugucken. Kyuudou ist japanisches Bogenschießen und ziemlich cool, wie ihr seht. :)





So, jetzt werde ich langsam mal ein bisschen schlafen gehen...morgen muss ich im Unterricht zum Thema "Weihnachten in Deutschland" ein bisschen referieren und abends gibts große Sauferei mit den Leuten von meinem Medien-und-Gender-Seminar und allen anderen Leuten aus der Soziologie. Durchhalten heißt das Motto! :)

PS: Ich habe neuen Weichspüler gekauft und er riecht gut! Juhu! (die kleinen Freuden des Alltags)
PPS: Sie haben Kinpira in der Mensa! Lecker!
PPSS: Ich habe 98 von 100 Punkten im Grammatiktest. :)

Da bin ich wieder!
Gesund aus der Uni zurückgekehrt und vollgegessen mit Instantnudeln (die sind hier wirklich lecker!!).
Heute hatten wir einen Grammatiktest. Es ist gut gelaufen, was ich auch der Tatsache zu verdanken habe, dass ich wirklich mal ein bisschen gelernt habe. So ungefähr gestern abend von 19-2 Uhr. Mit Unterbrechungen natürlich :)
Das tat dem Kurzzeitgedächtnis scheinbar gut. Leider nicht dem Körper, der mir heute morgen prompt einen Denkzettel verpasste, indem er mich total verschlafen ließ...aber ich habe mich so beeilt wie schon lange nicht mehr und kam nur etwas zu spät zu meiner Gender-Vorlesung.
Aber Vorlesung..da kommen so ALLE zu spät und es schert eigentlich auch keinen. Glück gehabt!
In meiner Freistunde danach lernte ich auch nochmal etwas für den Test.

Nachdem ich leider die Phase überwunden habe, in der mein Gehirn täglich automatisch neue Japanische Vokabeln und Satzkonstruktionen speichert, und in dem ich einfach nur Augen und Ohren aufsperren und ein bisschen reden musste, um mein Japanisch-Level zu verbessern, tut es gut, zu merken, dass man doch noch was tun kann um besser zu werden. Wie gesagt, man muss eben nur was TUN.

Na auf jeden Fall ist der Test jetzt vorbei. Gestern hatte ich ein Referat, das ist auch einigermaßen gut gelaufen, außer dass ich im Schneckentempo vor mich hinstottern musste, weil ich mir fest vorgenommen hatte, frei zu reden und NICHT einen aufgeschriebenen Text einfach nur vorzulesen. Halleluja.

A propos! Halleluja heißt auf Japanisch Halleluja! Lustig.
Dieses wertvolle Wissen eignete ich mir am Sonntag beim Weihnachtskonzert an. Das fand in einer riesigen Konzerthalle in Ikebukuro statt.
Es gab eine Mittags- und eine Abendvorstellung, und wir hatten uns den Abend ausgesucht.

Die Halle (bzw. der Eingang dazu und dann die Halle). Das lange blaue ist die Rolltreppe zum Eingang (!)






Das Programm sah folgendermaßen aus:



J.S.Bach: "Singet dem Herrn ein neues Lied"
J.S.Bach: Brandenburgisches Konzert Nr.5 D-Dur
J.S.Bach: Weihnachts-Oratorium Teil 4-6

Jaaa, Bach satt! Ich war höchst erfreut. :)
Wir hatten Karten für nur 2000 Yen (ca. 17 Euro) und saßen ganz oben, wodurch alles leider etwas leise war, aber es war wirklich schön! Na ja, wenn man das Weihnachtsoratorium im Dom bzw. in der Kirche gewöhnt ist, sind Lautstärke und Atmosphäre zwar doch nicht ganz so weihnachtlich, aber ich hab mich so sehr gefreut, hingegangen zu sein. Zu alledem bin ich mit einer sehr lieben Freundin gegangen und wir sind danach noch in eine süße Bar und haben was getrunken und Käsefondue gegessen und uns super unterhalten, was mich auch total glücklich gemacht hat!



Was muss ich zum Konzert noch sagen? Leider hab ich in meinem jugendlichen Eifer nicht wirklich daran gedacht, dass unser aller Weihnachtsoratorium-Lieblingsteil ("Jauchzet, frohlocket") am Anfang des Oratoriums kommt, und so hörten wir also die zweite Hälfte, wos eigentlich gar nicht mehr um Weihnachten geht...na ja, es war schön und wenigstens das tolle PADABAMM-Pauken-Thema taucht ja am Ende wieder auf, nicht? :) Außerdem sind im zweiten Teil auch viele schöne Lieder.
Der Bass war sogar ein Deutscher, glaube ich. Chor und Tenor (Evangelist) waren außergewöhnlich gut in deutscher Aussprache, ich musste beim Tenor noch nicht mal ins Pamphlet gucken, um zu verstehen, was er sang! Obwohl der Japaner war...die Frauen waren dafür nicht so prickelnd...aber die Japanerinnen haben ja auch gar kein Stimmvolumen!
Na ja, wir haben uns auf jeden Fall schon mal fürs nächste Konzert verabredet, und zwar werden wir uns mal ganz dick Beethovens 9. geben, und zwar an deinem Geburtstag, Papa! ;)

Ich sollte mir wirklich billigere Hobbies suchen....



Aber lassen wir das Thema Geld lieber beiseite...*hust*

Am Sonntag habe ich übrigens nicht nur deutsche Weihnachtsmusik genießen dürfen, nein, ein anderes Event schlich sich auch noch unerwartet in meinen Tag. Mittags fand ein "Yosakoi School Dance Festival" hier in der Nähe in Kodaira statt, und da Raiko und sein Streetdance-Club von der Uni dort auftraten, fuhren wir mittags hin und sahen uns das Ganze an. Hauptsächlich tanzten außerdem Kindergruppen, so aus der Grundschule (die ist hier ja 6 Jahre lang statt 4, also sind da auch größere Kinder dabei).
Das Ganze fand in der Stadthalle(?) statt, die ist schön und groß und neu. Ich poste auch noch ein paar Fotos.
Das Thema des Festivals war ja "Yosakoi", das ist ein traditioneller japanischer Tanzstil. Heutzutage werden dann moderne und traditionelle Elemente gemischt und es wird zu traditionell-moderner Musik getanzt. Ist schwer zu erklären, aber da sind riesige Menschengruppen auf der Bühne, die tragen bunte, sehr "japanische" Klamotten und tanzen zu sehr japanisch anmutender Musik. Außerdem haben die Tänzer so Holzklappern (man könnte sie entfernt mit Kastagnetten vergleichen) in den Händen, womit sie im Takt mitklappern.
Ich habe mal ein Youtube-Video rausgesucht, für alle, die es sich nicht vorstellen können, und für alle, die es interessiert. So ähnlich sieht das aus: http://www.youtube.com/watch?v=ke38hEH2obA

in Kodaira sah es so aus:





Wir haben uns also Raikos Auftritt angesehen und noch ein paar andere Gruppen, bis ungefähr zur Hälfte. Dann verfuhren wir uns auf dem Heimweg mit der Bahn (peinlich!) und ich bin eigentlich fast sofort weiter nach Ikebukuro, nachdem ich zu Hause noch schnell etwas Fast Food verdrückt hatte.

Eva(?) hat sogar das Video von Raikos Auftritt hochgeladen, hier: http://www.youtube.com/watch?v=ic3rFkr8-xM

Mein Sonntag war also ein gelungener Mix aus japanischen und deutschen Elementen. :)



Gestern folgte dann gleich das nächste Event, welches mir, als angenehmen Beigeschmack, aus zeittechnischen Gründen die Teilnahme am gestrigen Kanji-Unterricht und -Test unmöglich machte...
Meine 5-köpfige Gruppe aus einem anderen Unterricht (Projekt-Unterricht Japaner plus Austauschstudenten) und ich interviewten mal eben eine in Japan recht berühmte Persönlichkeit, und zwar den lieben Herrn Daniel Kahl.

http://en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Kahl


Der ist eigentlich Amerikaner, aber vor drölfzig Jahren nach Japan gekommen und ist hier als Fernseh-Talent und Studierter des Yamagata-Dialektes berühmt geworden. Der tritt in Filmen, Dramen und Fernsehen auf, hat eine eigene Übersetzungsfirma und ist außerdem ein sehr netter Mensch! Denn er lud uns einfach in seine kleine Agentur ein und wir durften ihn für unseren Unterricht interviewen!
Wir (3 Japaner, ein Schwede, eine Russin und ich) pilgerten also mittags nach Shinjuku und gingen zu dem lieben Daniel. Der ließ uns erstmal von seiner Sekretärin Tee kochen und dann redeten wir...und redeten und redeten. Besser gesagt, er redete. Es war wirklich superinteressant und lustig, der Daniel ist ein ganz toller Mensch. 2 Stunden lang durften wir ihn ausfragen und ihm zuhören. Die Ergebnisse stelle ich euch vor, wenn wir sie bearbeitet haben. In den nächsten Tagen müsste ich auch Fotos geschickt bekommen, die poste ich dann natürlich auch. :)

Nach dem äußerst gelungenen Interview gingen wir noch zu viert etwas essen und dann war ich viel zu spät zu Hause und lernte wie oben erwähnt noch für den heutigen Test.

Morgen fahre ich nach Shinjuku Kuchen essen und jetzt werde ich, da ich seit langem mal wieder etwas Zeit habe, eine dekadente Frauenzeitschrift lesen. :D

Ich denke, mir geht es ziemlich gut.
Ich hoffe, euch auch!
Bis bald! :)

PS: Wie man an den Bildern sieht: Ich glaube ich brauche eine neue Kamera T_T

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